Der Apfel fällt nicht weit vom Google…

… oder „Wie sich Aprilscherze selbständig machen“

Das ist der Fluch der modernen Zeit – während früher jede Zeitschrift gemütlich ihre Aprilscherze drucken konnte, ohne gleich die ganze Welt teilhaben zu lassen, sorgt der Googlebot nun dafür, das jede Onlinemeldung in Windeseile weltweit zu lesen ist.

Da verwundert es auch nicht, das aus einem Aprilscherz gleich eine weltweite Newslawine wird.

Wie schön, das jetzt sogar die Aprilscherze voneinander abgeschrieben werden. Aber wenns in den Googlenews ist, muß ja was wahres dran sein, oder? :-)

Skandal! Schleichwerbung bei Kerner? :-)

Oha. Alles hätte so schön sein können. Andrea Kiewel wegen Schleichwerbung bei Kerner rausgeworfen und damit ein schönes sauberes ZDF herbeigezaubert. Aber bei Kerner läßt man das Schleichwerben nicht. :-)

Da zappe ich vorhin gemütlich durchs Programm und bleibe eher zufällig bei JBK hängen. Dort wird grade irgendein Experiment mit Starkoch Horst Lichter veranstaltet. Dabei muß der gute Mann sein Gewicht ermitteln und steigt deshalb auf eine Personenwaage. Soweit, so unspektakulär. Die Kamera zoomt auf die Waage, damit man das Gewicht auch gut erkennen kann. Was man dabei aber genauso gut erkennen kann, ist der Hersteller der Waage. :-)

Die Wunder-Waage mit abgeklebtem HerstellerlogoEher nebenbei registriere ich den den Streifen Klebeband auf dem Glas der Waage. Hä??? Oha. Hersteller abgeklebt. Nur keinen Verdacht der Schleichwerbung erregen, haben sich die Macher vermutlich gedacht. Und siehe da – auch bei der anschließenden Blutdruckmessung werden die Firmennamen der Gerätehersteller fein säuberlich abgeklebt. „Skandal! Schleichwerbung bei Kerner? :-)“ weiterlesen

Ruhe in Frieden, Netscape Communicator

Am 1. Februar 2008 ist es soweit – AOL stellt den Support für das Browser-Urgestein Netscape Communicator ein. Die Begründung wird im Netscape-Blog mitgeteilt. Damit wird der Browser des beginnenden Internetzeitalters wohl nun endgültig zur Geschichte gehören und nur noch in Legenden weiterleben, die altgewordene Techies der frühen neunziger Jahre dereinst ihren Enkeln bei der abendlichen Familienkonferenz per Webcam erzählen.

Eigentlich war er ja schon lange tot – für mich zumindest seit Version 6, einer dem Browserkrieg geschuldeten Notlösung, die alles andere als ein richtungweisender Neubeginn war. Schwerfällig, langsam, buggy. Zum Glück stand die Mozilla-Suite als Ersatz bereit und der Firefox war da schon am Anfang seiner Karriere als IE-Killer. :-)

Seine Frieden hat er trotzdem verdient, der gute alte Netscape. Möge er in den Ruhmeshallen der Internetgeschichte ein Denkmal finden, daß ihm gebührt.

Der schnelle Meyer und sein Toyota

der-schnelle-meyer-1Tja, der schnellste Flüchtling der DDR in seinem Toyota ist schon einen Beitrag im öffentlich rechtlichen Fernsehen anläßlich des Tages der deutschen Einheit wert.

Herzlichen Dank lieber BR, für diese Geschichte. Das war investigativer Journalismus vom Feinsten. Besonders die Geschichte, wie man als DDR-Bürger zu so einem Toyota kommt, hat mich fasziniert. Toll recherchiert.

der-schnelle-meyer-2Ok, ich hab die Ironie-Tags vergessen – aber all die Menschen, die das gesehen haben, verstehen mich sicherlich. Und vielleicht bringt ihr ja nächstes Jahr mal einen Beitrag über die Flüchtlinge die nicht die schnellsten waren, weil sie sich in der DDR kein Westauto leisten konnten keinen Toyota hatten. Es soll da einige gegeben haben. :-)

Nochmal ganz deutlich – ich hätte eigentlich auch neben den anderen Informationen über den „schnellen Meyer“ schon ganz gern erfahren, was es denn mit dem Toyota so auf sich hatte. :-)